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| Deutsch
Raimundtheater, Wien 15. IX. 1988
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| Englisch
Barbican Theatre, London 8. X. 1985
Broadway Theatre, New York 12. III. 1987
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| Französisch
Théâtre Mogador, Paris 23. X. 1991
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| DVD |
Prolog: 1815, Toulon und Digne
Jean Valjean wird nach 19jähriger Kettenhaft auf Bewährung
entlassen. Bevor er das Gefängnis verläßt, warnt der Aufseher
Javert den Gefangenen, daß er ihn niemals vergessen solle. Valjean
wird von der Gesellschaft als Ausgestoßener behandelt. Nur der Bischof
von Digne begegnet ihm hilfsbereit. Seine Freundlichkeit und sein Verzeihen
nach dem Diebstahl einer silbernen Tasse bringen Valjean dazu, sein Leben
zu ändern und neu zu beginnen. Fortan verheimlicht er seine Vergangenheit
als Sträfling 2-4-6-0-1 (Prolog).
1823, Montreuil-sur-Mer
Acht Jahre später ist Valjean, der sich nun Monsieur Madeleine
nennt, zum Fabrikbesitzer und Bürgermeister aufgestiegen (Am Ende
vom Tag). Eine seiner Arbeiterinnen, Fantine, wird vom Vorarbeiter
gequält und entlassen. Sie ist nun nicht mehr in der Lage, für
sich und ihre uneheliche Tochter Cosette aufzukommen, wird krank und versucht
durch Prostitution das Nötigste zu verdienen (Leichte Mädels).
Nach einer Schlägerei wird sie von Inspektor Javert verhaftet. Nur
das Eingreifen von Valjean bewahrt sie vor dem Gefängnis. Fantine
wird auf seine Veranlassung ins Krankenhaus gebracht. Javert, der die wahre
Identität seines Bürgermeisters Madeleine nicht kennt, beobachtet,
wie dieser mit einer ungeheuren Kraftanstrengung einen unter einem Wagen
eingeklemmten Mann befreit. Er meint für einen Augenblick, den ehemaligen
Sträfling 2-4-6-0-1, den er seit Jahren sucht, zu erkennen. Da er
aber bereits einen Anderen, von dem er annimmt, daß es der von ihm
gehaßte Jean Valjean sei, vor Gericht gebracht hat, läßt
er von diesem Gedanken ab. Valjean erkennt seine Chance, gibt dann aber
doch vor Gericht seine wahre Identität preis (Wer bin ich?).
An Fantines Sterbebett schwört Valjean, für deren Tochter Cosette
zu sorgen (Fantines Tod). Javert stürmt in das Sterbezimmer,
um Valjean zu verhaften. Die beiden kämpfen. Valjean entkommt.
1823, Motfermeil
Cosette ist in der Spelunke der Familie Thénardier (Herr im
Haus) untergebracht. Dort hat sie ein schweres Leben, weil sie all
die üble Arbeit verrichten muß, die für Eponine, die Tochter
der Wirtsleute, zu schmutzig ist. Im Wald liest Valjean Cosette auf und
will sie zu sich nehmen. Er „kauft“ sie den Thénardiers ab, gibt
sie von nun an als seine Tochter aus und flieht mit ihr, noch immer von
Javert gejagt, nach Paris.
1832, Paris
In Paris herrscht großes Elend. Die Thénardiers, zu Straßenräubern
geworden, überfallen Valjean und Cosette. Bei dem Handgemenge begegnen
sich Cosette und der Student Marius zum ersten Mal. Auch Valjean und Javert,
der mit Polizeigewalt dem Überfall ein Ende setzen will, sehen sich
wieder, aber Javert erkennt Valjean nicht. Erst Thénardier verrät
Valjean an Javert (Sterne). Eponine hast sich unterdessen in Marius
verliebt, dem allerdings Cosette nicht mehr aus dem Kopf geht. Im ABC Café
treffen sich die Studenten, angeführt von Enjolras (Rot und Schwarz).
Der Tod von General Lamarque entzündet einen großen Demonstrationsmarsch,
um die Bevölkerung für die Sache der Armen und Entrechteten zu
gewinnen (Lied des Volkes). Mit Eponines Hilfe findet Marius das
Haus in der Rue Plumet, wo Cosette mit Valjean lebt (Schon so lang).
Die beiden gestehen sich ihre Liebe (Mein Herz ruft nach Dir). Die
Bande von Thénardier überfällt Valjeans Haus. Dieser glaubt
an einen Anschlag Javerts, den er sich auf den Fersen wähnt. Am Abend
vor dem großen Aufstand wollen Valjean und Cosette im Exil Sicherheit
suchen (Morgen schon).
Zweiter Akt
Die Barrikade wird gebaut. Marius entdeckt Eponine, die sich als Junge
verkleidet hat. Er schickt sie mit einem Brief zu Cosette (Nur für
mich). Javert, der sich als Polizeispitzel unter die Studenten gemischt
hat, wird enttarnt, festgenommen und soll erschossen werden. Die ersten
Schüsse knallen (Der erste Angriff). Ein Junge kommt schwer
verletzt auf die Barrikade. Es ist die tödlich verletzte Eponine.
Sie bestätigt Marius die Weitergabe des Briefs und stirbt in seinen
Armen. Valjean schließt sich dem Aufstand an und kann Javert zur
Flucht verhelfen. In der Nacht vor dem Großangriff (Trinkt mit
mir) betet Valjean um Cosettes Willen für Marius (Bring ihn
heim). Sein Kind soll glücklich werden, aber am folgenden Tag
wird der Aufstand blutig niedergeschlagen und Marius schwer verwundet (Die
letzte Schlacht). Valjean rettet ihn und flieht mit Marius in die Kanalisation,
in der Thénardier sein Unwesen treibt. Er fleddert die Toten und
nimmt dem ohnmächtigen Marius einen Ring ab. Auch Valjean soll beraubt
werden. Thénardier erkennt ihn rechtzeitig und läßt von
seinem Plan ab. Als Valjean und der noch immer bewußtlose Marius
ans Tageslicht zurückkehren, erwartet sie bereits Javert. Dieser gewährt
jedoch Valjean, Marius ins Krankenhaus zu bringen. Allerdings kann Javert
die völlige Aufgabe seiner Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit
nicht ertragen und stürzt sich von einer Brücke in die Seine
(Javerts Selbstmord). In Fieberphantasien erlebt Marius das Ende
der Revolte erneut (Dunkles Schweigen an den Tischen). Nur langsam
wird er mit Cosettes Hilfe gesund. Da Valjean dem Glück des jungen
Paares nicht im Weg stehen möchte, beichtet er Marius seine Vergangenheit
und verläßt die beiden. Marius und Cosette heiraten (Die
Hochzeit), werden dabei aber durch die Thénardiers gestört.
Sie wollen Marius mit der wahren Identität seines Schwiegervaters
erpressen und beschuldigen Valjean des Mordes. Zum Beweis zeigt Thénardier
Marius einen Ring, den er dem vermeintlichen Toten in der Kanalisation
abgenommen hat. Marius erkennt seinen eigenen Ring und weiß nun,
wer ihm das Leben gerettet hat.
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