Les Miserables Les Miserables

— Nach der Geschichte des Romans "Die Elenden" von Victor Hugo —

Die Lieder

  1. Prolog
  2. Am Ende Vom Tag
  3. Ich hab geträumt vor langer Zeit
  4. Leichte Mädels
  5. Die Prüfung
  6. Fantine's Tod
  7. Der Doppelte Schwur
  8. In Meinem Schloß
  9. Wen Ha'm Wir Hier
  10. Ich Bin Herr Im Haus
  11. Der Handel
  12. Schaut Her
  13. Sterne
  14. Rot und Schwarz
  15. Das Lied Des Volkes
  1. Schon So Lang Her
  2. Mein Herz ruft nach dir
  3. Der überfall
  4. Der Aufbruch
  5. Morgen schon
  6. Nur für mich
  7. Siegen Oder Untergeh'n
  8. Javert Auf Der Barrikade
  9. Wir Kleinen
  10. Jean Valjean Auf Der Barrikade
  11. Der erste Angriff
  12. Der Regen (Eponines Tod)
  13. Trinkt mit mir
  14. Bring ihn Heim
  15. In Der Kanalisation
  16. Javert's Selbstmord
  17. Weiter
  18. Dunkles Schweigen an den Tischen
  19. Jeden Tag
  20. Die Hochzeit
  21. Bettler Ans Buffet
  22. Epilog


Aufnahmen und Premieren

Deutsch

Raimundtheater, Wien 15. IX. 1988
Musichall, Duisburg 26. I. 1996
Theater des Westens, Berlin 26. IX. 2003

Englisch

Barbican Theatre, London 8. X. 1985
Palace Theatre, London 4. XII. 1985
Queen's Theatre, London 3. IV. 2004

Broadway Theatre, New York 12. III. 1987
Imperial Theatre, New York 17. X. 1990
Broadhurst Theatre, New York 9. XI. 2006

Französisch

Théâtre Mogador, Paris 23. X. 1991
Palais des sports, Paris 18. IX. 1980

DVD



Die Geschichte

Prolog: 1815, Toulon und Digne
Jean Valjean wird nach 19jähriger Kettenhaft auf Bewährung entlassen. Bevor er das Gefängnis verläßt, warnt der Aufseher Javert den Gefangenen, daß er ihn niemals vergessen solle. Valjean wird von der Gesellschaft als Ausgestoßener behandelt. Nur der Bischof von Digne begegnet ihm hilfsbereit. Seine Freundlichkeit und sein Verzeihen nach dem Diebstahl einer silbernen Tasse bringen Valjean dazu, sein Leben zu ändern und neu zu beginnen. Fortan verheimlicht er seine Vergangenheit als Sträfling 2-4-6-0-1 (Prolog).

1823, Montreuil-sur-Mer
Acht Jahre später ist Valjean, der sich nun Monsieur Madeleine nennt, zum Fabrikbesitzer und Bürgermeister aufgestiegen (Am Ende vom Tag). Eine seiner Arbeiterinnen, Fantine, wird vom Vorarbeiter gequält und entlassen. Sie ist nun nicht mehr in der Lage, für sich und ihre uneheliche Tochter Cosette aufzukommen, wird krank und versucht durch Prostitution das Nötigste zu verdienen (Leichte Mädels). Nach einer Schlägerei wird sie von Inspektor Javert verhaftet. Nur das Eingreifen von Valjean bewahrt sie vor dem Gefängnis. Fantine wird auf seine Veranlassung ins Krankenhaus gebracht. Javert, der die wahre Identität seines Bürgermeisters Madeleine nicht kennt, beobachtet, wie dieser mit einer ungeheuren Kraftanstrengung einen unter einem Wagen eingeklemmten Mann befreit. Er meint für einen Augenblick, den ehemaligen Sträfling 2-4-6-0-1, den er seit Jahren sucht, zu erkennen. Da er aber bereits einen Anderen, von dem er annimmt, daß es der von ihm gehaßte Jean Valjean sei, vor Gericht gebracht hat, läßt er von diesem Gedanken ab. Valjean erkennt seine Chance, gibt dann aber doch vor Gericht seine wahre Identität preis (Wer bin ich?). An Fantines Sterbebett schwört Valjean, für deren Tochter Cosette zu sorgen (Fantines Tod). Javert stürmt in das Sterbezimmer, um Valjean zu verhaften. Die beiden kämpfen. Valjean entkommt.

1823, Motfermeil
Cosette ist in der Spelunke der Familie Thénardier (Herr im Haus) untergebracht. Dort hat sie ein schweres Leben, weil sie all die üble Arbeit verrichten muß, die für Eponine, die Tochter der Wirtsleute, zu schmutzig ist. Im Wald liest Valjean Cosette auf und will sie zu sich nehmen. Er „kauft“ sie den Thénardiers ab, gibt sie von nun an als seine Tochter aus und flieht mit ihr, noch immer von Javert gejagt, nach Paris.

1832, Paris
In Paris herrscht großes Elend. Die Thénardiers, zu Straßenräubern geworden, überfallen Valjean und Cosette. Bei dem Handgemenge begegnen sich Cosette und der Student Marius zum ersten Mal. Auch Valjean und Javert, der mit Polizeigewalt dem Überfall ein Ende setzen will, sehen sich wieder, aber Javert erkennt Valjean nicht. Erst Thénardier verrät Valjean an Javert (Sterne). Eponine hast sich unterdessen in Marius verliebt, dem allerdings Cosette nicht mehr aus dem Kopf geht. Im ABC Café treffen sich die Studenten, angeführt von Enjolras (Rot und Schwarz). Der Tod von General Lamarque entzündet einen großen Demonstrationsmarsch, um die Bevölkerung für die Sache der Armen und Entrechteten zu gewinnen (Lied des Volkes). Mit Eponines Hilfe findet Marius das Haus in der Rue Plumet, wo Cosette mit Valjean lebt (Schon so lang). Die beiden gestehen sich ihre Liebe (Mein Herz ruft nach Dir). Die Bande von Thénardier überfällt Valjeans Haus. Dieser glaubt an einen Anschlag Javerts, den er sich auf den Fersen wähnt. Am Abend vor dem großen Aufstand wollen Valjean und Cosette im Exil Sicherheit suchen (Morgen schon).

Zweiter Akt
Die Barrikade wird gebaut. Marius entdeckt Eponine, die sich als Junge verkleidet hat. Er schickt sie mit einem Brief zu Cosette (Nur für mich). Javert, der sich als Polizeispitzel unter die Studenten gemischt hat, wird enttarnt, festgenommen und soll erschossen werden. Die ersten Schüsse knallen (Der erste Angriff). Ein Junge kommt schwer verletzt auf die Barrikade. Es ist die tödlich verletzte Eponine. Sie bestätigt Marius die Weitergabe des Briefs und stirbt in seinen Armen. Valjean schließt sich dem Aufstand an und kann Javert zur Flucht verhelfen. In der Nacht vor dem Großangriff (Trinkt mit mir) betet Valjean um Cosettes Willen für Marius (Bring ihn heim). Sein Kind soll glücklich werden, aber am folgenden Tag wird der Aufstand blutig niedergeschlagen und Marius schwer verwundet (Die letzte Schlacht). Valjean rettet ihn und flieht mit Marius in die Kanalisation, in der Thénardier sein Unwesen treibt. Er fleddert die Toten und nimmt dem ohnmächtigen Marius einen Ring ab. Auch Valjean soll beraubt werden. Thénardier erkennt ihn rechtzeitig und läßt von seinem Plan ab. Als Valjean und der noch immer bewußtlose Marius ans Tageslicht zurückkehren, erwartet sie bereits Javert. Dieser gewährt jedoch Valjean, Marius ins Krankenhaus zu bringen. Allerdings kann Javert die völlige Aufgabe seiner Prinzipien von Recht und Gerechtigkeit nicht ertragen und stürzt sich von einer Brücke in die Seine (Javerts Selbstmord). In Fieberphantasien erlebt Marius das Ende der Revolte erneut (Dunkles Schweigen an den Tischen). Nur langsam wird er mit Cosettes Hilfe gesund. Da Valjean dem Glück des jungen Paares nicht im Weg stehen möchte, beichtet er Marius seine Vergangenheit und verläßt die beiden. Marius und Cosette heiraten (Die Hochzeit), werden dabei aber durch die Thénardiers gestört. Sie wollen Marius mit der wahren Identität seines Schwiegervaters erpressen und beschuldigen Valjean des Mordes. Zum Beweis zeigt Thénardier Marius einen Ring, den er dem vermeintlichen Toten in der Kanalisation abgenommen hat. Marius erkennt seinen eigenen Ring und weiß nun, wer ihm das Leben gerettet hat.


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